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Was gibt es Neues auf dem Alten Friedhof?

Vielleicht denken Sie jetzt „nicht schon wieder, das kennen wir doch alles!“, aber weit gefehlt, lassen Sie sich berichten:
Im Frühjahr 2016 wurde die Friedhofs-, Gestaltungs- und Gebührenordnung im Ordinariat eingereicht, genehmigt und die vorgeschriebenen 4 Wochen im Friedhof ausgehängt, somit ist sie für den Friedhof an der Alten St. Martinskirche verbindlich.
Hierin ist festgelegt, wie die Kirchenstiftung bei Neuvergabe von Gräbern vorgehen muss: Zuerst werden die alten Grabmale verkauft und von Restauratoren, die für die denkmalgeschützten Steine speziell ausgebildet sind, restauriert und konserviert; die Inschriften auf den Steinen müssen erhalten bleiben, aber es findet sich immer ein Platz auf dem Sockel oder dem Stein für die neuen Namen. Die Aufträge vergibt die Kirchenstiftung, die Kosten übernimmt der neue „Besitzer“. Diese Maßnahme dient dem Erhalt der alten Steine und erst dann können auf den freien Flächen neue Gräber vergeben werden. Und auch hier gelten genaue Vorschriften: Die gewünschten neuen Steine müssen von einer Jury begutachtet und genehmigt werden, bevor sie aufgestellt werden dürfen.
Soviel zu den technischen Details. Inzwischen sind schon einige Grabmale vergeben, wurden restauriert und andere warten noch auf ihre Restaurierung.


In der Stele brennt das Totenlicht

Das sphärische Kreuz weist überall hin

Der 8. Oktober 2016 war für den Friedhof und uns als Pfarrgemeinde ein wichtiger Tag: Es fand eine Segensfeier statt, in der das sphärische Kreuz auf der Südseite, die neue Totenlichtstele und das neue orthodoxe Grabkreuz der Ukrainer gesegnet wurden und in der die Beisetzung der Gebeine der unbekannten Moosacher erfolgte, die bei den Grabungs-arbeiten für den Weg um die Kirche und unter dem neuen Fundament für das Vorhäusl gefunden worden waren.
Auch hier sind vielleicht nicht alle Moosacher Bürger mit der modernen Gestaltung einverstanden, doch diese soll eine Verbindung zwischen Alt und Neu herstellen: Das sphärische Kreuz mit seinen zwei Querbalken zeigt universal in alle Richtungen, über alle Menschen hin, das orthodoxe Grabkreuz auf dem Ukrainergrab soll uns an die Zwangsarbeiter erinnern, die in den letzten Kriegstagen ihr Leben verloren haben, auch stellvertretend für alle anderen Opfer von Krieg und Gewalt, und die Gebeine der Moosacher aus vielen Jahrhunderten haben nun einen würdigen Platz gefunden. Die größte Herausforderung ist wahrscheinlich die Verbindung von moderner Kunst mit den alten Grabmalen. In der vier Meter hohen Stele, sie soll weit über den Friedhof hinaus scheinen, setzt sich die uralte Tradition der Totenleuchten fort: „und das ewige Licht leuchte ihnen“, und damit sind alle Menschen gemeint.


Pfarrer Viitovitch segnet das Grab der
beiden ukrainischen Zwangsarbeiter


Aber die Restauration des Friedhofes ist noch nicht fertig: Der dritte Bauabschnitt ist in Planung, dafür hat die Kirchenstiftung Geld vom Kulturbaufonds der Landeshauptstadt München zugesagt bekommen, und damit sollen in erster Linie die holzgestützten Grabmale auf der Südseite restauriert werden.
Kommen Sie auf den Friedhof, schauen Sie und freuen Sie sich an den Fortschritten – und haben Sie noch ein bisschen Geduld, bis dann einmal die geplanten Arbeiten abgeschlossen sind.

Für den Arbeitskreis Friedhof
Cornelia Scheuerer


Pfarrer Camensy segnet die Stele

Auch Sie können Ihren Teil zur Neugestaltung des Friedhofs beitragen: entweder mit einer Spende oder dem Erwerb eines bestehenden Grabdenkmals als ihre künftige private Begräbnisstätte. Helfen Sie mit, dass der Moosacher Friedhof an der Alten St. Martinskirche in seiner Einmaligkeit erhalten bleibt!

Spenden erbeten an
Kath. Pfarramt St. Martin - Moosach
IBAN:        DE73 7509 0300 0002 1444 50
BIC:          GENODEF1M05 - Ligabank München
Kennwort:  Alter Friedhof

 
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