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Die kirchliche Begräbnisfeier
Als Christen verabschieden wir uns von den Verstorbenen bei der kirchlichen Begräbnisfeier. In ihr vertrauen wir sie der Liebe Gottes an. Wir tun es in der Überzeugen, dass wir über den Tod hinaus miteinander verbunden bleiben.

Wir unterscheiden die Erdbestattung und die Feuerbestattung. In der Regel findet die Erdbestattung in drei Stationen statt: in der Kirche, in der Aussegnungshalle und am Grab.

Wir vertrauen die Toten der Liebe Gottes an

In der Kirche

Die Eurcharistiefeier für die Verstorbenen, auch Begräbnismesse oder Requiem genannt, ist das Kernstück christlichen Totengedenkens. Wir feiern die Mitte unseres Glaubens, indem wir des Todes und der Auferstehung Jesu Christi gedenken und Dank sagen für unsere Hoffnung auf ewiges Leben. In der Eucharistie wissen sich Christen mit ihren Verstorbenen verbunden.

Für die Eucharistiefeier wird die Osterkerze am Altar entzündet. Sie ist Sinnbild des Auferstandenen. Nicht immer kann die Eucharistiefeier unmittelbar mit der Beerdigung verbunden werden. Sie wird dann zu einem anderen Zeitpunkt in der Pfarrkirche gefeiert. Wenn am Beerdigungstag keine Begräbnismesse stattfinden kann, wird häufig ein Wortgottesdienst gefeiert.

In der Aussegungshalle

Die trauernden Angehörigen und die versammelte Gemeinde verabschieden sich am Sarg von der/dem Verstorbenen. Das Besprengen des Sarges mit Weihwasser, der gebetete Psalm, die Bittrufe und das abschließende Gebet machen deutlich, dass unsere Verstorbenen bei Gott geborgen sind und wir mit ihnen über den Tod hinaus verbunden bleiben.

In einer Prozession, bei der das Kreuz vorausgetragen wird, geleitet die Trauergemeinde den Sarg zum Grab. Dieser Weg soll im gemeinsamen oder stillen Gebet gegangen werden.

Am Grab

Nach dem Segnen des Grabes und einem einleitenden Gebet wird der Sarg ins Grab gesenkt:

Zelebrant: Wir übergeben den Leib der Erde. Christus, der von den Toten auferstanden ist, wird auch unser Bruder/unsere Schwester ... zum Leben erwecken.

Es folgen Schriftlesung und Ansprache, falls sie in der Kirche oder Aussegungshalle nicht gehalten werden konnten. Das Sterben des Menschen und die christliche Hoffnung auf Auferstehung stehen dabei im Mittelpunkt.

Diese Wirklichkeit wird in den Symbolen von Weihwasser und Weihrauch bewusst gemacht. Das Besprengen mit Weihwasser weist darauf hin, dass der Christ bereits durch die Taufe für das ewige Leben bestimmt wurde. Weihrauch ist ein Zeichen der Ehrung. Er erinnert daran, dass der/die Verstorbene in der Taufe Tempel des Heiligen Geistes geworden ist.

Es folgen die Zeichen von Erde und Kreuz: Das Werfen der Erde auf den Sarg im Grab macht deutlich, dass der Mensch von der Erde genommen ist und zur Erde zurückkehrt. Das Kreuz wird als Zeichen des Glaubens an die Auferstehung über dem Grab aufgerichtet.

Jetzt bringt die Gemeinde in einem entsprechende Gesang oder im Glaubensbekenntnis ihre Hoffnung und Zuversicht auf die Auferstehung der Toten zum Ausdruck. Es folgen die Gebete für Verstorbene und Lebende: Fürbitten, Vater unser, Schlussgebet, und das Gegrüßet seist du, Maria. Die Feier am Grab schließt mit dem Segenswort:

Zelebrant: Herr, gib ihm/ihr und allen Verstorbenen die ewige Ruhe. Alle: Und das ewige Licht leuchte ihnen. Zelebrant: Lass sie ruhen in Frieden. Alle: Amen.

Zit. nach: Christliches Sterben, Hrsg. Erzb. Ordinariat München, Seelsorgereferat I.
Die Schrift liegt kostenlos am Schriftenstand der St. Martinskirche aus.
 
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