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Firmung - Entscheidung, Stärkung

Organisation: Monika Kleber,
Tel. 35 89 90 86 15
Frieden Christi, Straßberger Straße 5
MLandendinger@ebmuc.de

Passwort-geschützter Bereich für die
Firmgruppenleiter bis 2011 [hier] / ab 2012 [hier]

Firmungvorbereitung 2017

"Menschen suchen, fragen, schauen nach dem Sinn in dieser Welt. – Nimm dir Zeit für Gottes Liebe, suche sie und geh ihr nach." (NGL – Carpe Diem)
Unter diesem Motto haben sich 47 Jugendliche für die Firmvorbereitung 2017 angemeldet. Gemeinsam mit den Firmhelfern machen sie sich auf den Weg, um Fragen zu stellen, nach Antworten zu suchen, ihren Glauben zu hinterfragen und zu festigen und sich Zeit zu nehmen.
Zeit für eine gute Vorbereitung, Zeit für andere Menschen und Zeit für sich selbst. Diese Zeit soll jedem Firmling ermöglichen, sich bewusst für die Firmung, für ein "Ja zum Glauben" zu entscheiden.


Firmauftakt-Gottesdienst in St. Martin

Neu ist in diesem Jahr, dass sich alle Firmlinge einmal im Monat zu einem gemeinsamen Workshop-Tag zusammenfinden, in dem verschiedene Aspekte des Glaubens, der Firmung und des eigenen Lebens entdeckt und zusammengeführt werden. Zahlreiche ehrenamtliche und hauptamtliche Firmhelfer unterstützen die Firmlinge dabei auf ihrem Weg.
Wer vertieft in die Themen einsteigen will, kann dies zusätzlich in einer Firmgruppenstunde tun.
"Wir sind nicht allein unterwegs, viele andere gehen mit" – bereits zum zweiten Mal gibt es eine gemeinsame Veranstaltung mit allen Firmlingen des Dekanats Nymphenburg-Neuhausen und in diesem Jahr auch mit dem Firmspender Abt Johannes Eckert OSB.


Firmtagebuch in Form von Kreuzen

Auch über den konfessionellen Tellerrand wollen wir einen Blick wagen, ein gemeinsamer Jugendgottesdienst von Konfirmanden und Firmlingen soll dazu beitragen.
Achtung – der Firmtermin hat sich geändert: Die Firmung findet am 21. Juli um 15:00 Uhr in Frieden Christi statt. Alle sind herzlich willkommen, gemeinsam dieses Fest zu feiern.

 

Monika Kleber, Pastoralassistentin


Firmung 2016

Ohne Sauerstoff fällt (Über-)Leben schwer, und in vielen Eigenschaften lässt sich der Heilige Geist mit dem Sauerstoff vergleichen. In seiner Firmpredigt machte Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg den Jugendlichen deutlich, dass es in Räumen immer wieder notwendig ist, die Fenster weit aufzureißen, um wieder Frischluft, Energie und Tatkraft einzulassen. Ebenso ist es mit dem Heiligen Geist. Wie der Sauerstoff ist er nicht sichtbar und wenn wir ihm die Herzen weit öffnen, so kann er uns  mit frischem Schwung, Entscheidungskraft und tatkräftiger Unterstützung beleben. Diesen lebendigen Geist wünschte Bischofsvikar Rupert den 56 Firmlingen, bevor er ihnen am Samstag, den 16. Juli, das Sakrament der Firmung spendete.

Nach diesem festlichen Gottesdienst wurde im Innenhof in St.Mauritius beim Stehempfang weitergefeiert.

Ein herzliches Vergelt´s Gott allen, die sich in der Vorbereitung und am Tag der Firmung engagiert haben, sodass er für die Firmlinge und ihre Familien zu einem schönen Fest werden konnte.

Monika Landendinger


Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg vergleicht den Heiligen Geist mit der Wirkung von Sauerstoff
(Die Fotos stammen von Horacio Canals)

Ein junger Mann erhält das Sakrament der Firmung

Die Firmung findet in einem festlichen Rahmen statt

Das Foto mit allen Firmgruppen [hier] vergrößern

Das Sakrament der Firmung
Jedes Jahr im Sommer wird abwechselnd in St. Martin und St. Mauritius das Sakrament der Firmung etwa 50 – 60 heranwachsenden Mädchen und Burschen gespendet. Ein großes Fest: Es kommt ein Bischof oder ein von ihm beauftragter Abt oder Prälat, er bittet um das Herabkommen des Heiligen Geistes, legt den jungen Menschen die Hand auf und salbt sie mit Chrisam, dem heiligen Öl.
Taufe, Erstkommunion und Firmung sind die Initiationssakramente zur Einführung in den christlichen Glauben.
Taufe und Firmung werden, wie die Weihe, nur einmal empfangen und sind nicht wieder rückgängig zu machen, sie prägen dem Gläubigen quasi ein unauslöschbares Merkmal ein.
Schon die ersten christlichen Gemeinden kennen die Firmung. Die Erzählung im 8. Kapitel der Apostelgeschichte gilt als die biblische Begründung der Firmung. Darin heißt es, dass viele Menschen in Samarien das Wort Gottes angenommen hatten und sich taufen ließen, aber der Geist noch nicht auf sie herabgekommen war. Erst durch Gebet und Handauflegung durch die Apostel empfingen sie auch den Geist Gottes.

Durch die Taufe gehören wir zum Volk Gottes, durch den Empfang des Heiligen Geistes in der Firmung bekommen wir die Kraft, Gottes Zeugen zu sein. Im Lauf der Jahrhunderte hat sich herausgebildet, dass die Firmung zu Beginn oder am Ende der Geschlechtsreife gespendet wird. Damit wird der Charakter eines Sakraments der Mündigkeit verdeutlicht.

Firmlinge bringen ihre Kerzen zum Altar

Die Firmung hat mehrere Dimensionen, sie hat eine Vielfalt von Bedeutungen.

  • Entscheidung
    Heute wird das Sakrament der Firmung an der Schwelle zum Erwachsenwerden gespendet. Der junge Mensch hat einen Grad der Reife erreicht, er kann sich nun selbst entscheiden. Waren es bei der Taufe die Eltern, die für ihn entschieden haben, so ist er jetzt selbst gefragt, ob er als Christ leben will, seinen Lebensweg im Glauben gehen will, aus dem Glauben heraus sein Leben gestalten will.
  • Stärkung
    In der Lebensphase der Pubertät, an der Schwelle zum Erwachsenwerden erfahren wir Menschen einen großen Umbruch. Die Sicherheit des Kindseins ist nicht mehr da, die eigene Verantwortung wird immer größer, der Körper reift, die Ablösung aus der Geborgenheit des Elternhauses wird immer deutlicher. Der junge Mensch muss sich orientieren; bei der Vielzahl an Angeboten ist das heute sicher schwerer als vor fünfzig Jahren. In dieser Umbruchszeit will die Firmung zeigen, dass Gott da ist, dass er Kraft zu Entscheidungen gibt, dass er ein Begleiter jedes einzelnen auf dem Lebensweg ist.
  • Besiegelung
    Ein Siegel macht z.B. ein Dokument gültig, gibt ihm Wert und Gewicht. "Ich gebe Dir Brief und Siegel!" sagt man, um die Glaubwürdigkeit einer Sache zu unterstreichen.
    Wir Christen werden in der Firmung mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist, besiegelt. Wir haben den Stempel: Christ, Gesalbter Gottes, Angehöriger des Volkes Gottes, erlöst zum ewigen Leben, Nachfolger Jesu, Sendbote der Frohen Botschaft.
Prälat Pfanzelt bei seiner Firmpredigt

Ein Sakrament wird deutlich in den dazugehörenden Zeichen. Die Spendung der Firmung geschieht nach dem Gebet um das Herabkommen des Heiligen Geistes durch

  • Aufstehen, Vortreten und Nennen des Namens: der junge Mensch macht es öffentlich, dass er den Empfang des Sakraments wünscht.
  • Handauflegung des Bischofs: Gott hält seine liebende Hand über uns, er beschützt uns, er gibt uns Kraft und Geborgenheit.
  • Salbung mit Chrisam: durch die Salbung erhalten wir eine königliche Würde, wir sind einmalig, wertvoll, wir werden heil, wir duften.
  • Kreuzzeichen: wir gehören zum auferstandenen Jesus, er hat uns das Leben geschenkt.
  • Die Antwort "Amen": ja, so soll es sein.
  • Der Firmspender sagt dem Gefirmten den Frieden zu: Der Friede sei mit dir! Dieser Frieden soll weitergehen und ausstrahlen auf alle, denen der Neugefirmte begegnet.

Jesus Christus selbst versprach seinen Jüngerinnen und Jüngern, dass er ihnen den Beistand, den Heiligen Geist sende. An Pfingsten feiern wir jedes Jahr die Erfüllung dieses Versprechens. Das Geschenk Jesu ist der Geist Gottes in der Welt. In der Firmung feiern wir die Weitergabe des Geistes Gottes an die jungen Menschen. Es ist an uns Christen, diesen Geist wirksam werden zu lassen und ihn sichtbar zu machen. Er selbst gibt uns die Kraft dazu.


Durch Handauflegung spendet Prälat Pfanzelt das Sakrament der Firmung

Kerzen als Symbol des Hl. Geistes
 
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