Gottesdienste Verkündigung
Die Pfarrei Aktuelles Kinder und Jugendliche Erwachsene Soziales Engagement
DIESE WOCHE
GOTTESDIENSTORDNUNG
FRIEDEN CHRISTI
ST. MAURITIUS
TAUFE
ERSTKOMMUNION
FEIER DER VERSÖHNUNG
FIRMUNG
TRAUUNG
EUCHARISTIE
KRANKENKOMMUNION
KRANKENSALBUNG
BEERDIGUNGEN
LITURGISCHES EHRENAMT
 
Firmung - Entscheidung, Stärkung

Organisation: Sabine Spangler S.Spangler@Pfarrei-Postfach,
Christian Vidovic C.Vidovic@Pfarrei-Postfach

Passwortgeschützter Bereich für die
Firmgruppenleiter bis 2011 [hier] / ab 2012 [hier]
[Passworteingabe bei MS Edge]


Firmung 2018 im Pfarrverband

Auftakt zur Firmvorbereitung war ein Infoabend für die Firmlinge und ihre Eltern im Januar. Über 50 Mädchen und Jungen der neunten Klasse haben sich zur Vorbereitung angemeldet. Im März feierten wir den Auftakt-Gottesdienst. Die von den Firmlingen selbst gestalteten Holzfiguren fügten sich auf dem Altar zu einer bunten Gemeinschaft zusammen.


Jeder Firmling hat eine Egli-Figur gebastelt


Im April trafen wir uns mit den Konfirmanden in der Olympiakirche. In Glaubensgesprächen stellten wir dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest. Im Mai kamen wir in St. Mauritius zusammen. Unterstützt durch Symbole, die in eine Kette eingeflochten wurden, setzte sich jeder mit seinem Leben auseinander und bereitete sich so auf ein Seelsorgsgespräch bzw. die Beichte vor. Neben der Aktion „Zeit für Menschen“ rundet das Firmwochenende in Benediktbeuern unter dem Motto „Christ sein heute“ die Vorbereitung ab.

Christian Vidovic, Pastoralreferent


Treffen der Firmlinge in St. Mauritius

Das Sakrament der Firmung
Jedes Jahr im Sommer wird abwechselnd in St. Martin und St. Mauritius das Sakrament der Firmung etwa 50 – 60 heranwachsenden Mädchen und Burschen gespendet. Ein großes Fest: Es kommt ein Bischof oder ein von ihm beauftragter Abt oder Prälat, er bittet um das Herabkommen des Heiligen Geistes, legt den jungen Menschen die Hand auf und salbt sie mit Chrisam, dem heiligen Öl.
Taufe, Erstkommunion und Firmung sind die Initiationssakramente zur Einführung in den christlichen Glauben.
Taufe und Firmung werden, wie die Weihe, nur einmal empfangen und sind nicht wieder rückgängig zu machen, sie prägen dem Gläubigen quasi ein unauslöschbares Merkmal ein.
Schon die ersten christlichen Gemeinden kennen die Firmung. Die Erzählung im 8. Kapitel der Apostelgeschichte gilt als die biblische Begründung der Firmung. Darin heißt es, dass viele Menschen in Samarien das Wort Gottes angenommen hatten und sich taufen ließen, aber der Geist noch nicht auf sie herabgekommen war. Erst durch Gebet und Handauflegung durch die Apostel empfingen sie auch den Geist Gottes.

Durch die Taufe gehören wir zum Volk Gottes, durch den Empfang des Heiligen Geistes in der Firmung bekommen wir die Kraft, Gottes Zeugen zu sein. Im Lauf der Jahrhunderte hat sich herausgebildet, dass die Firmung zu Beginn oder am Ende der Geschlechtsreife gespendet wird. Damit wird der Charakter eines Sakraments der Mündigkeit verdeutlicht.

Firmlinge bringen ihre Kerzen zum Altar

Die Firmung hat mehrere Dimensionen, sie hat eine Vielfalt von Bedeutungen.

  • Entscheidung
    Heute wird das Sakrament der Firmung an der Schwelle zum Erwachsenwerden gespendet. Der junge Mensch hat einen Grad der Reife erreicht, er kann sich nun selbst entscheiden. Waren es bei der Taufe die Eltern, die für ihn entschieden haben, so ist er jetzt selbst gefragt, ob er als Christ leben will, seinen Lebensweg im Glauben gehen will, aus dem Glauben heraus sein Leben gestalten will.
  • Stärkung
    In der Lebensphase der Pubertät, an der Schwelle zum Erwachsenwerden erfahren wir Menschen einen großen Umbruch. Die Sicherheit des Kindseins ist nicht mehr da, die eigene Verantwortung wird immer größer, der Körper reift, die Ablösung aus der Geborgenheit des Elternhauses wird immer deutlicher. Der junge Mensch muss sich orientieren; bei der Vielzahl an Angeboten ist das heute sicher schwerer als vor fünfzig Jahren. In dieser Umbruchszeit will die Firmung zeigen, dass Gott da ist, dass er Kraft zu Entscheidungen gibt, dass er ein Begleiter jedes einzelnen auf dem Lebensweg ist.
  • Besiegelung
    Ein Siegel macht z.B. ein Dokument gültig, gibt ihm Wert und Gewicht. "Ich gebe Dir Brief und Siegel!" sagt man, um die Glaubwürdigkeit einer Sache zu unterstreichen.
    Wir Christen werden in der Firmung mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist, besiegelt. Wir haben den Stempel: Christ, Gesalbter Gottes, Angehöriger des Volkes Gottes, erlöst zum ewigen Leben, Nachfolger Jesu, Sendbote der Frohen Botschaft.
Prälat Pfanzelt bei seiner Firmpredigt

Ein Sakrament wird deutlich in den dazugehörenden Zeichen. Die Spendung der Firmung geschieht nach dem Gebet um das Herabkommen des Heiligen Geistes durch

  • Aufstehen, Vortreten und Nennen des Namens: der junge Mensch macht es öffentlich, dass er den Empfang des Sakraments wünscht.
  • Handauflegung des Bischofs: Gott hält seine liebende Hand über uns, er beschützt uns, er gibt uns Kraft und Geborgenheit.
  • Salbung mit Chrisam: durch die Salbung erhalten wir eine königliche Würde, wir sind einmalig, wertvoll, wir werden heil, wir duften.
  • Kreuzzeichen: wir gehören zum auferstandenen Jesus, er hat uns das Leben geschenkt.
  • Die Antwort "Amen": ja, so soll es sein.
  • Der Firmspender sagt dem Gefirmten den Frieden zu: Der Friede sei mit dir! Dieser Frieden soll weitergehen und ausstrahlen auf alle, denen der Neugefirmte begegnet.

Jesus Christus selbst versprach seinen Jüngerinnen und Jüngern, dass er ihnen den Beistand, den Heiligen Geist sende. An Pfingsten feiern wir jedes Jahr die Erfüllung dieses Versprechens. Das Geschenk Jesu ist der Geist Gottes in der Welt. In der Firmung feiern wir die Weitergabe des Geistes Gottes an die jungen Menschen. Es ist an uns Christen, diesen Geist wirksam werden zu lassen und ihn sichtbar zu machen. Er selbst gibt uns die Kraft dazu.


Durch Handauflegung spendet Prälat Pfanzelt das Sakrament der Firmung

Kerzen als Symbol des Hl. Geistes
 
      nach oben