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Firmung - Entscheidung, Stärkung

Organisation: Sabine Spangler
sspangler@eomuc.de

 

Firmung (9. Klasse)
Die jungen Leute der 9. Klasse werden angeschrieben, wenn sie auf dem Pfarrgebiet wohnen und als katholisch gemeldet sind. Wer im Dezember zur Firmung 2022 kein Anschreiben bekommt, soll sich bitte im Pfarrbüro melden.

 

Passwortgeschützter Bereich für die
Firmgruppenleiter bis 2011 [hier] / ab 2012 [hier]

Bilder von der Firmung vom 4. Juli

Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg
hält die Predigt


Ein Firmling trägt die Fürbitten vor


Eine junge Frau wird gefirmt


Ein junger Herr bekommt mit einem Pinsel
den Firmungssegen zugesprochen


Feierlicher Auszug nach dem Gottesdienst


Gruppenbild mit allen Firmlingen und den Zelebranten

 

Firmvorbereitung 2021
Im vergangenen Jahr wurden wir mehr oder weniger kalt erwischt von der Pandemie in der Zeit der Firmvorbereitung. Auch in diesem Jahr wird die Vorbereitung in den Gruppen oder im großen Plenum nur bedingt stattfinden können. Wir werden aber alle Möglichkeiten nützen um zusammenzukommen. Ende Februar haben wir den Firmauftakt mit etwa 50 Jugendlichen in einem Gottesdienst gefeiert. Neu ist heuer, dass ein Teil der Vorbereitung auch online sein wird. Trotzdem hoffen wir natürlich, dass im Frühjahr/Sommer wieder gemeinsame Veranstaltungen im Pfarrsaal oder im Freien möglich sein werden und dass vor allem das geplante Firmwochenende im Juni in Benediktbeuern stattfinden kann.
Die Firmung wird Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg am 4. Juli 2021 in der Pfarrkirche St. Martin spenden. Da zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht alle Firmlinge mit ihren Familien in einer Kirche Platz haben werden, wird es voraussichtlich weitere Firmgottesdienste in Frieden Christi und in St. Mauritius geben. Die Firmung dort spendet dann unser Pfarrer Msgr. Martin Cambensy.
Wir wünschen unseren Firmlingen alles Gute in dieser schwierigen Pandemie-Zeit: sowohl für ihre Vorbereitung, als auch für alle Anforderungen in Schule und Familie sowie im Freundeskreis.

Martin Stettner,
Gemeindereferent


Das Sakrament der Firmung

Jedes Jahr im Sommer wird abwechselnd in St. Martin und St. Mauritius das Sakrament der Firmung etwa 50 – 60 heranwachsenden Mädchen und Burschen gespendet. Ein großes Fest: Es kommt ein Bischof oder ein von ihm beauftragter Abt oder Prälat, er bittet um das Herabkommen des Heiligen Geistes, legt den jungen Menschen die Hand auf und salbt sie mit Chrisam, dem heiligen Öl.
Taufe, Erstkommunion und Firmung sind die Initiationssakramente zur Einführung in den christlichen Glauben.
Taufe und Firmung werden, wie die Weihe, nur einmal empfangen und sind nicht wieder rückgängig zu machen, sie prägen dem Gläubigen quasi ein unauslöschbares Merkmal ein.
Schon die ersten christlichen Gemeinden kennen die Firmung. Die Erzählung im 8. Kapitel der Apostelgeschichte gilt als die biblische Begründung der Firmung. Darin heißt es, dass viele Menschen in Samarien das Wort Gottes angenommen hatten und sich taufen ließen, aber der Geist noch nicht auf sie herabgekommen war. Erst durch Gebet und Handauflegung durch die Apostel empfingen sie auch den Geist Gottes.

Durch die Taufe gehören wir zum Volk Gottes, durch den Empfang des Heiligen Geistes in der Firmung bekommen wir die Kraft, Gottes Zeugen zu sein. Im Lauf der Jahrhunderte hat sich herausgebildet, dass die Firmung zu Beginn oder am Ende der Geschlechtsreife gespendet wird. Damit wird der Charakter eines Sakraments der Mündigkeit verdeutlicht.

Die Firmlinge des Jahres 2019

Die Firmung hat mehrere Dimensionen, sie hat eine Vielfalt von Bedeutungen.

  • Entscheidung
    Heute wird das Sakrament der Firmung an der Schwelle zum Erwachsenwerden gespendet. Der junge Mensch hat einen Grad der Reife erreicht, er kann sich nun selbst entscheiden. Waren es bei der Taufe die Eltern, die für ihn entschieden haben, so ist er jetzt selbst gefragt, ob er als Christ leben will, seinen Lebensweg im Glauben gehen will, aus dem Glauben heraus sein Leben gestalten will.
  • Stärkung
    In der Lebensphase der Pubertät, an der Schwelle zum Erwachsenwerden erfahren wir Menschen einen großen Umbruch. Die Sicherheit des Kindseins ist nicht mehr da, die eigene Verantwortung wird immer größer, der Körper reift, die Ablösung aus der Geborgenheit des Elternhauses wird immer deutlicher. Der junge Mensch muss sich orientieren; bei der Vielzahl an Angeboten ist das heute sicher schwerer als vor fünfzig Jahren. In dieser Umbruchszeit will die Firmung zeigen, dass Gott da ist, dass er Kraft zu Entscheidungen gibt, dass er ein Begleiter jedes einzelnen auf dem Lebensweg ist.
  • Besiegelung
    Ein Siegel macht z.B. ein Dokument gültig, gibt ihm Wert und Gewicht. "Ich gebe Dir Brief und Siegel!" sagt man, um die Glaubwürdigkeit einer Sache zu unterstreichen.
    Wir Christen werden in der Firmung mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist, besiegelt. Wir haben den Stempel: Christ, Gesalbter Gottes, Angehöriger des Volkes Gottes, erlöst zum ewigen Leben, Nachfolger Jesu, Sendbote der Frohen Botschaft.
Kardinal Marx spendet einem Firmling die
Stärkung durch den Hl. Geist

Ein Sakrament wird deutlich in den dazugehörenden Zeichen. Die Spendung der Firmung geschieht nach dem Gebet um das Herabkommen des Heiligen Geistes durch

  • Aufstehen, Vortreten und Nennen des Namens: der junge Mensch macht es öffentlich, dass er den Empfang des Sakraments wünscht.
  • Handauflegung des Bischofs: Gott hält seine liebende Hand über uns, er beschützt uns, er gibt uns Kraft und Geborgenheit.
  • Salbung mit Chrisam: durch die Salbung erhalten wir eine königliche Würde, wir sind einmalig, wertvoll, wir werden heil, wir duften.
  • Kreuzzeichen: wir gehören zum auferstandenen Jesus, er hat uns das Leben geschenkt.
  • Die Antwort "Amen": ja, so soll es sein.
  • Der Firmspender sagt dem Gefirmten den Frieden zu: Der Friede sei mit dir! Dieser Frieden soll weitergehen und ausstrahlen auf alle, denen der Neugefirmte begegnet.

Jesus Christus selbst versprach seinen Jüngerinnen und Jüngern, dass er ihnen den Beistand, den Heiligen Geist sende. An Pfingsten feiern wir jedes Jahr die Erfüllung dieses Versprechens. Das Geschenk Jesu ist der Geist Gottes in der Welt. In der Firmung feiern wir die Weitergabe des Geistes Gottes an die jungen Menschen. Es ist an uns Christen, diesen Geist wirksam werden zu lassen und ihn sichtbar zu machen. Er selbst gibt uns die Kraft dazu.


Eine junge Dame bekommt
ihre Firmurkunde ausgehändigt
 
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